Einigung am Donnerstag: Zeitungs-Streik vorerst beendet

Gewerkschaften und Verlegerverband haben den Tarifstreit der Tageszeitungsjournalisten am frühen Donnerstagmorgen nach 18 Stunden Verhandlungen beigelegt. Es gibt ein Gehaltsplus von 1,2 Prozent ab Mai 2012. Die Verschlechterungen für künftige Redakteure sind vom Tisch. Das Ergebnis müssen die Arbeitnehmer in einer Urabstimmung bestätigen.

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Streikbanner hängt wieder

Erneut haben unbekannte Journalisten ein supergroßes Streikbanner an der Bauruine an der Blauen Brücke aufgehängt.

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Etwa 20 Redakteure/innen des Tagblatts waren heute in Ulm bei einer von den Kollegen der Südwest Presse organisierten Aktion.

Hier schreiben die Ulmer Kollegen (samt Bildergalerie)
Und hier haben die Stuttgarter Kollegen die Aktion beschrieben

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Kontext:Wochenzeitung: Galliges Dorf

von Josef-Otto Freudenreich

Wer hätte gedacht, dass Journalisten drei Wochen lang den Griffel weglegen? In Baden-Württemberg haben sie es gemacht, weil sie gemerkt haben, dass Solidarität gegen Angst hilft. Das neue Selbstbewusstsein könnte ihrer Arbeit, die sie für ein paar Tage wieder aufgenommen haben, und den Zeitungen nur guttun. Ab Freitag wollen sie weiter streiken.

Den ganzen Artikel lesen.

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Soli-Eklärung von Beate Müller-Gemmeke, MdB

Liebe Journalistinnen und Journalisten, Druckerinnen und Drucker, Volontärinnen und Volontäre, Liebe Kolleginnen und Kollegen von ver.di,

als ver.di-Mitglied und als Sprecherin für Arbeitnehmerrechte in der grünen Bundestagsfraktion möchte ich euch meine vollste Solidarität und herzliche Grüße übermitteln. Die Tarifauseinandersetzungen ziehen sich nun schon lange Zeit ergebnislos hin. Die Angebote, die von der Arbeitgeberseite vorgelegt wurden, sind nicht ausreichend. Mit gutem Grund habt ihr von eurem grundgesetzlich garantieren Streikrecht Gebrauch gemacht. Wie viele andere Unterstützer habe ich volles Verständnis für diesen Schritt und wünsche euch Erfolg und Durchhaltevermögen.

Gerade als Bundestagsabgeordnete wünsche ich mir eine qualitativ gute Presselandschaft und damit meine ich auch die vielen wichtigen Regionalzeitungen. Ein guter Journalismus erläutert und kommentiert für die Leserinnen und Leser die Politik. Zeitungen sind eine kritische Stimme und ein Korrektiv. Sie sind damit eine unverzichtbare Säule der Demokratie.

Das alles aber hat seinen Preis. An die Arbeitnehmenden im Journalismus- und im Druckgewerbe werden hohe Anforderungen hinsichtlich Flexibilität gestellt. Sie müssen zu Abendterminen und am Wochenende vor Ort sein, häufig mit langen Arbeitszeiten – und danach müssen sie möglichst schnell, präzise und unterhaltsam berichten. Das ist eine immense Aufgabe.

Deshalb ist es nicht akzeptabel, dass Journalistinnen und Journalisten in den vergangenen 10 Jahren nicht von Lohnsteigerungen profitiert haben bzw. bei der Reallohnentwicklung sogar Lohnkürzungen hinnehmen mussten. Das darf nicht sein, denn niemand wünscht sich schlecht recherchierte Artikel von unterbezahlten und durch Personalabbau chronisch überlasteten RedakteuerInnen. Das Ziel muss gute Arbeit für einen fairen Lohn sein!

Besonders kritisch ist die Absicht der Arbeitgeberseite, dass bei Neueinstellungen bis zu 25% weniger Lohn bezahlt werden soll. Dies wäre ein völlig falsches Signal für Berufseinsteiger, ein verfehlter Ansatz zur Nachwuchsförderung und deshalb schlichtweg nicht akzeptabel. BerufsanfängerInnen haben zwar noch keine Erfahrung, aber dafür bringen sie Neugier, Engagement und frischen Wind mit.

Ich kritisiere aber auch noch eine andere Entwicklung. Zu viele Verleger begehen Tarifflucht. Tarifflucht untergräbt aber den Geist der Tarifautonomie in Deutschland. Der oft hart geführte Wettbewerb zwischen den Tageszeitungen um Marktanteile und Lesende darf aber nicht zu Lasten der Beschäftigten geführt werden. Der Wettbewerb über möglichst niedrige Gehälter und der ruinöser Wettlauf um die kleinste Belegschaft für den geringsten Preis ist der falsche Weg. Wie sehr eine heruntergewirtschaftete Medienlandschaft der Demokratie schadet, zeigt ein Blick in andere europäische Länder. Notwendig und richtig ist vielmehr auf Qualität zu setzen. Und dafür brauchen wir gute und fair bezahlte JournalistInnen.

Mit solidarischen Grüßen,
Beate Müller-Gemmeke

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Panoramen aus dem Journalisten-Streik

Hier geht es zu einer Seite mit Panoramen von den vergangenen Streikwochen.

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Gemeinderatsfraktion AL/Grüne signalisiert Unterstützung

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